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Maver-Cup in Moskau 26-27.9.2014 sowie 25-26.9.2015


Wer glaubt in Moskau lebt man hinterm Mond und angelt mit Bambusstöckchen, der hat zuviel „sto gramm“ getrunken oder schaut zuviel Hollywoodfilme. Sicherlich, Moskau ist eine Stadt vieler Kontraste, geprägt durch kleine Schicht gut verdienender Menschen mit dicken SUV-Autos und der typischen Arbeiterklasse, die Metro fährt - doch wenn es um Angelsport geht, dann sind alle gleich begeistert und verstehen sich als Sportsleute.
Der Angelsport hat in Russland einen völlig anderen Stellenwert als hier in Deutschland. Die Russen belächeln mich kopfschüttelnd, wenn ich vom Zwangstöten der Fische berichte und von dem Alleingang, als einiges Land der Welt Catch & Release zu verbieten.

Ich wurde vom russischen Allvega-Team (Nationalmannschaft) zum Maver-Cup nach Moskau eingeladen. Das Angeln ging über 2 Tage und war ähnlich dem IAM organisiert. Am Freitag vor dem Wochenende verabredete ich mich mit Yuri Radugin zum Trainingsangeln an der Mockba (gesprochen Moskwa) in Marino - einem Stadtteil im Südwesten der 20 Millionen Metropole. Ich selbst war per Flieger mit einer stark abgespeckten Angelausrüstung angereist. Yuri stellte mir Mückenlarven und Sensas Futter fürs Training zur Verfügung. Die Fluggesellschaften erlauben nur 23kg Gepäck ohne Zusatzkosten (50-100EUR Extra für Übergewicht!, wenn man nicht Businessklasse fliegt). Als mit Yuri dann erzählte, dass eine Tüte 3000 Sensas Gardon hier knapp 9.00EUR kostet, fiel ich als deutscher Sensas-Fachhändler fast in Ohnmacht. Schnell waren 3kg Trockenfutter (Gros Gardon) plus etwas Biskuit zum Binden des Futters angerührt und ich überlegte dabei unwillkürlich, ob ich das lieber meiner Frau verheimlichen sollte, bevor diese sich von diesem Geld neue Schuhe kauft. Was soll’s. Ich bin in Moskau und mittendrin statt nur dabei. Inzwischen tummelt sich immer mehr Angler um mich herum. Teams aus dem 600km entfernten Weißrussland waren ebenfalls zum Training angereist. Wow, dachte ich. die wollen es aber wissen. Jeder von Ihnen war ausgestattet mit RIVE Sitzkiepe, Transportsystem, Makita Akku-Schrauber, Maver-Kopfruten der Oberklasse. Sie hatten schon mal meinen Respekt. Geangelt wurde etwa 400m entfernt vom Ende der eigentlichen Wettkampfstrecke. Dies sei hier normal und man respektiere die Fairness außerhalb der Wettkampfstrecke zu trainieren, um nicht versehentlich bevorzugte und befütterte Angelplätze zu erzeugen. Da müssen wir Deutschen uns schon das erste mal an die Nase fassen.


Zum Training überraschte mich Yuri mit sehr frischen Mücken aus der Ukraine. Ich musste unwillkürlich die Kamera rausholen. Die Mücken öffneten die Zeitung, so aktiv waren die. Stolz lächelt Yuri: „ Die waren vor 14 Stunden noch im Wasser und wurden frisch gesammelt.“ Damit erübrigte sich dann auch die Frage nach einem Mückentrenner. Den braucht hier kein Russe, wenn man so frische Ware bekommt. Jetzt verstehe ich auch besser den Zusammenhang mit den Transportweg von Russland durch die Ukraine und dem Stau bei der Grenz+Zollabwicklung. Die Sanktionen tun ihr übriges dazu, die ganze Grenzabwicklung noch stärker zu verzögern und die Ware noch teurer zu machen, bis sie Deutschland erreicht. Doch nun wieder zurück zum Angeln.


Die „Mockba“ ist in diesem Abschnitt gefühlte 200m breit. Die Strömung schätze ich auf 1.5 bis 3 Gramm bei einer Wassertiefe um 3.30m. Laut Yuri soll es ein reines Kopfrutenangeln werden. Die Matchrute brauche ich angeblich nicht. Er kennt das Gewässer seit vielen Jahren und stimmt mich auf seine Taktik ein. Ich fragte ihn, was ich an Besonderheiten zum Fluss wissen muss….und da gab es doch eine ganze Menge Details, die relevant sind. Ich werde diese daher hier für wissbegierige Angelfreunde veröffentlichen, da bestimmt mal eine EM oder WM an dieser Strecken stattfinden könnte.

Zu den Fakten:

•    Der Zielfisch ist das Rotauge und muss mit einem aktiven Futter geangelt werden. Brassen sind hier für deutsche Verhältnisse klein. Die Durchschnittsgröße beträgt keine 30cm bei einem Gewicht um 300-350  Gramm. Auf Brassen zocken wäre die falsche Taktik. Sie sind einfach zu klein und in zu geringer Anzahl vorhanden.
•    Der Wasserstand schwankt um bis zu 15cm während einer Angelveranstaltung.
•    man muss hier genau bündig angeln, um an Bisse zu kommen. Maximal 2cm auflegen. Alles andere funktioniert nicht wirklich.
•    Kettenbebleiung mit kleinen Schroten ist Pflicht
•    Die Uferzone ist stark verkrautet und teilweise mit Schilf bewachsen, so dass man hier sicherlich den Fisch im Drill verliert.
•    man braucht geeignete Werkzeuge/Tools, um das Kraut zu entfernen.
•    lange Kescherstäbe, um den Fisch Frühzeit zu Keschern, damit er nichts ins Kraut schwimmt
•    Die Strömung ist etwa 1-3 Gramm. Gelegentlich auch rückläufig
•    Polarisationsbrille mitnehmen. Die Sonne kommt von vorn
•    Matchrute ist mehr eine Option, wenn gar nichts geht. Zoomer 8 Gramm verwenden. Distanz ca. 25-28m reicht völlig aus. Wassertiefe dort ca 4m
•    zum Bolo-Angeln ist der Fluss zu windanfällig
•    Zielfisch muss das Rotauge sein. Barsche haben ein zu geringes Gewicht
•    Die Akelei haben hier ein Gewicht um 25 Gramm und sind recht groß. Mann kann damit jedoch nicht gewinnen, weil die Rotaugen mehr Gewicht bringen.
•    Es gibt leider schon die ersten Grundeln - ein wahrer Flucht - wenn man die Ausmaße aus Deutschland kennt und wie es endet.
•    Die Wege ans Wasser sind alle geteert und sind leicht mit dem Transportsystem zu befahren. Parkplätze gibt es reichlich vor der gepflegten Parkanlage.
•    Alle Angelplätze am Wasser haben ausreichend Freiheit und Platz nach hinten hinaus. Leicht ansteigendes Gelände
•    Es gibt hier Platz für etwa 500 Teilnehmer, die alle unter gleichen Bedingungen angeln könnten. Ideal mal auch für noch größere Veranstaltungen - ähnlich dem IAM am Silo-Kanal.

Zum Trainings-Tag: Ich fischte 2kg Sensas 3000 Gros Gardon etwas angereichert mit Melasse und Buisquit, um etwas mehr Bindung zu bekommen. Keine Erde, weil dies hier mehr Barsche anlockt. Kein zusätzlicher Lockstoff und auch keine bunten Partikel, um mehr Freiheit während des Trainings bzgl. Lockstoffen und Wolkenbildner zu haben.

Ca 10 kleine Ballen wurden mit wenigen Futtermücken auf der 13m gecuppt. Nichts wurde geworfen, damit sich die Fische auf einen Punkt konzentrieren. Ein Futterball wurde mit einer höheren Anzahl an Mücken gecuppt und genau ins Zentrum platziert. Auch an dieser Stelle der Hinweis mit den Neoprenhandschuhen. Damit gleitet die feuchte Rute schneller und ruckelfreier durch die Hände und man gewinnt deutlich Zeit während der Anfütterungsphase, wenn man eine zweite Bahn befüttern möchte.
Die ersten Bisse hatte ich verschlagen und ins Leere gehauen. Beködert hatte ich 1-2 Mücken an einem sehr dünnen 20-er Owner Sode Haken mit 0.08mm Vorfach (15cm).

Yuri zeigte mit das korrekte Einsetzen der Montage gegen die Strömung und oberhalb des Futterplatzes, damit die Mücken natürlicher auf den Futterplatz zutreibt. Pose weg….1,2,3,4 gezählt. Anhieb. Gummi spannt sich! Aha. Ich muss den Rotaugen noch mehr Zeit lassen, wenn ich mit Mücken angele. Der Haken hängt sauber in der Oberlippe. Ich versuchte nun mit mehr Mücken am Haken größere Fische zu fangen. Die Bisse liesen nach. Erst nachdem ich wieder auf eine einzelne Mücke umstellte kamen die Bisse wieder kontinuierlich. Kleine Barsche und große Rotaugen um 250 Gramm nahmen die einzelne Mücke lieber, als einen Knäul aus verschiedenen Köderkombinationen. Mystic hatte ich nicht ausprobiert, da hier nach CIPS geangelt wird und es damit nicht relevant ist. Am Besten funktionierte das langsame absetzen der Montage oberhalb des Futterplatzes.

Ein Angler aus Moskau kam aufgeregt zu meinem Platz und zeigte auf meine Rive-Kiepe und erklärte mir irgendetwas, was ich nicht verstand. Er zeigte auf die Rive-Fächer. Wenige Minuten später schleppte er seinen Rivekoffer an und ich glaubte er wolle mir seine Montagen zeigen. Weit gefehlt - er sah, dass ich großer Kerl mit der Sitzhöhe der neuen Sitzkiepe meine Probleme hatte und bot mir seine Fächer als Sitzerhöhung an, damit ich komfortabler sitzen kann. Unglaublich - die Gastfreundschaft und Aufmerksamkeit untereinander. Wow!

Ein Freund von ihm sprach etwas englisch und deutsch und erklärte mir, ich könne es ihm am Sonntag nach dem Maver Cup zurück geben. Der Kerl kennt mich gar nicht. Oder doch? Keine Ahnung. Mit diesen Gedanken fischte ich nun weiter, probierte unterschiedliche Posengewichte aus und ebenfalls auch die neue Posen-Kollektion vom Allvega-Team. Yuri gab mir seine Montagen. Ebenfalls aufgebaut mit Kettenbebleiung, jedoch statt runder Schrote verwendete er die eckigen Stotzbleie von Preston, weil sich diese besser von der Schnur entfernen lassen und vor allem schnurschonender sind.

Yuri bevorzugt nickelfarbene, langschenklige Gammkatsu Haken. Ich habe diese ebenfalls ausprobiert und einen interessante Entdeckung gemacht. Während ich mit noch feineren Haken unterwegs war, um eine bessere Köderpräsentation zu erreichen, zeigte sich, dass die die dünnen Haken aus dem Fischschlund schneller ausschlitzen, während der etwas kräftige Gammakatsu Haken besseren Halt fand. Genau für derartige Experimente ist ein Training da. Die Jungs können alle angeln - doch manchmal kommt es nur auf die feinen Nuancen an. Für mich eine gute Erkenntnis, die ich jedoch für die Folgetage nicht wirklich umsetzen kann, weil ich mit einer abgesteckten Angelausrüstung angereist war. Hakenbinden war leider nicht mehr möglich.
Yuri schenkte mit 2 Packungen - doch ich konnte damit nichts mehr anfangen. Kein Vorfachmaterial, keine Bindemaschine - einfach zuviel Aufwand.
Meine Montagen, die ich mitgenommen hatten waren nicht ganz optimal, aber brauchbar. Auf dem violetten Wickelbrettchen eine Montage, die mir Yuri schenkte. Die Posenform ist ähnlich, aber er bevorzugt Plastikantennen beim Mückenangeln, weil er diese besser sieht und sie auch mal einen Caster mit tragen können.
Meine Antennen saufen knadenlos ab, sobald ein größerer Köder benötigt wird.


Samstag:

Anreise und Verlosung der Angelplätze: Wir waren rechtzeitig am Platz. Es herschte bereits ein reges Treiben am Strassenrand. Die Angler luden ihre Schätze aus den Autos aus und beluden ihre Transportsystem. Der Weg ging durch einen sehr gepflegten Park mit glatten Wegen. Alles sehr komfortabel. Die Registrierung beginnt.

Doch jetzt gibt es ein Problem. ich verstehe die Aufregung nicht. Meine Angelpapiere sind nicht vollständig und ein Kampfrichter diskutiert aufgeregt mit mir und anderen Teilnehmern. Was habe ich falsch gemacht? Lena übersetzt ins Englische. Maik - es ist eine Sportveranstaltung. Wo hast du das Gutachten vom Sportarzt, dass du gesund bist und an der Veranstaltung teilnehmen kannst? Ich sah meine Felle davon schwimmen. Nach einer längeren Diskussion um meine Person und mit dem Wissen, dass ich eine wirklich sehr exotische Anreise für die Veranstaltung hatte, wurden hier beide Augen zugedrückt. Die Veranstaltung wurde um eine weitere Stunde verschoben, weil es zuviel organisatorische Problemen gab. Alles musste hier perfekt sein.

Ich loste genau die Mitte von allen Anglern. Warum sollte es auch anders sein? Vor der Veranstaltung tauchte hier Polizei und eine Krankenschwester auf und war ständig in der Nähe. Ich fragte besorgt, was vorgefallen sein könnte.
Man belächelte meine Naivität und erklärte mir folgendes: "Ab 50 und mehr Teilnehmern einer Sportveranstaltung, muss diese bei der Behörde angemeldet werden. Angeln ist hier ein SPORT-Veranstaltung und ist als Sportart anerkannt." Nicht wie bei uns in Deutschland.
Mein Frau Lena half beim Übersetzen kniffliger Themen und begleitete mich den ganz Tag. Sie hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Foto''s gemacht wurden und eine Kommunikation englisch/russisch auf höherem Niveau möglich war. Sie erklärte mir dann noch etliche organisatorische Details und Besonderheiten.

Doch was mach die Polizei hier? Kontrolliert die Ausweise oder so etwas? Nein! Völlig anders. Sie passt auf, dass keine neugierigen Radfahrer die Strecke befahren und kein Zuschauer in die Sektoren geht. Respekt. Das muss man sich erst mal auf der Zunge vergehen lassen. Die Polizei beschützt die Angler und deren Equipment! Das will ich hier auch so haben. Die Krankenschwester hingegen ist zur Stelle, falls es Verletzungen gibt. Sei es ein Hakenlöser oder ein Angelhaken, der ungünstig irgendwo steckt. Dafür ist die ärztliche Betreuung da. Angeln ist eine Sportveranstaltung! Ich begreife es langsam. Es gab pro Sektor einen Kampfrichter und einen Hauptkampfrichter. Irgendwie fühle ich ich mich hier mehr auf einer Europameisterschaft, als bei einem simplen Maver-Cup. Soviel Eindrücke und Neuigkeiten!

Die Futtermischung für diesen Tag war eine Team-Entscheidung der russischen Nationalmannschaft. Alle fischten Sensas Gros Gardon mit etwas Melasse und Biskuit. Sie machten daraus zu meiner Überraschung kein Geheimnis. Mücken sollten ohne Erde mit dem Futter gecuppt werden. Nach deren Erfahrung zieht die Kombination mit Erde mehr kleine Barsche an, die weniger Gewicht als die Rotaugen haben. Posengewichte 1-3 Gramm. Keine Veränderungen zur Vortag. Taktik war, mit der Kopfstange sauber und bündig zu fischen und auf mögliche Schwankungen des Wasserstandes zu achten.
Ein kleine Anekdote. Ein breites Grinsen musste ich loswerden, als einer der Angler offenbar kein Transportsystem für sein Angelzeug hatte und sich kurzer Hand für eine billige Variante des Supermarktes entschied. Es war ihm nicht mal peinlich…

Auf meine neugierige Anfrage hin, was der eine Angler da so für eine komische Harke mit Klebeband fixiert und wozu das gut sei, brach gleich eine rege Diskussion aus. Das Ufer ist mit Unterwasserpflanzen stark verkrautet und teilweise wuchert auch Schiff den Angelplatz zu.
Die doppelt zusammen gebundene Harke mit Lenkerband und Wurfseil imponierte mich sehr. Doch dann brachten einige andere Angler stolz ihr Schätze ans Tageslicht und zeigten mir deren Innovationen, wie man schnell und unkompliziert die Unterwasserpflanzen abschneiden kann. Ein magisches Dreieck, das wie ein Kamm mit Schneidsicheln aussieht, konnte wohl nicht mehr getopt werden. In Deutschland bräuchte man dafür einen Waffenschein. Ich habe es mir angesehen: Es fliegt wie eine Bumerang und schneidet unglaublich schnell und großflächig den Angelplatz sauber. „Selfmade“ erklärte er mir stolz. Genau das sind sie Erlebnisse die internationale Veranstaltungen mit deren Situations-Comic so interessant machen.

Ich erreichte nun meinen Angelplatz. Bis zum Betreten der Sektoren war noch etwas Zeit. Alles war gut organisiert und die Beschilderung der Angelplätze war selbst für Blinde zu erkennen. Der Kampfrichter des Sektor hatte ebenfalls schon seinen Platz bezogen. Wasser holen war erlaubt. Auspacken des Angelzeugs oder dergleichen jedoch nicht.

An meinem Angelplatz war nicht so viel zu schneiden. Nur so viel wie nötig, um den Fisch sicher zu drillen. Ich entschied mich für einen langen 5m Kescherstab, um den Fisch eher zu Keschern, bevor dieser ins Schilf schwimmen kann.Die Uferkante ist hier als harte Betonplatte ausgeprägt und etwa 60-70cm tiefer beginnt die Wasseroberfläche. Wasser holen ist somit nicht ganz so einfach, wenn man nur mit minimalen Equipment angereist war.

Mein Angelplatz war ca. 2,80m tief und zwischen 12.50m und 13m gibt es ein spürbare Kante von etwa einer halben Posenlänge. Prima! An dieser Kante werde ich fischen. Ich baute von 1 bis 3 Gramm mehrere Montagen mit Kettenbleiung auf. Haken Größe 20 und kleiner seien hier vorteilhaft. Die grünen Maverhaken ohne Widerhaken sollte ich diesmal nicht verwenden. Yuri gab mir seine gebundenen langschenkligen Gammakatsu Haken. Diesen vertraute er mehr, zumal meine Gummizüge und Montage nicht optimal auf einer andern abgestimmt waren. Ich verwendete Sensas 1mm naturfarbenen Silikongummi. Für Yuris Geschmack etwas zu straff für diese Art der Rotaugenangelei. Meine Nachbarn bauten auch alle fleißig auf….und die kamen mit reichlich Equipment! gefühlte 70% der Angler fischen hier eine Maver-Kopfrute. Der Rest verteilt sich auf Milo, Colmic. Mit Sensas war ich wohl der einzigste Starter in diesem Teilnehmerfeld. In Deutschland sieht es genau umgedreht aus. Mein linker Nachbar ist Yuri Siptsov. Vize-Weltmeister und Europameister. Leider spricht er kein English. Ich schaue mir trotzdem neugierig seinen Platz an. Als einer der wenigen Angler baut er 2 Machruten mit 8 Gramm Slidermontagen auf. Nanu? Es sollte doch ein reines Kopfruten angeln werden? Auch er fischte eine Maver Elite Pole aus Italien. Ich hätte ihn gern nach seinem Sponsor gefragt. Er trägt Wetterbekleidung von seinem eigenem Team. Wahrscheinlich sowas wie Hulkan Hunt. Rive Sitzkiepe, grüne Sensas-Eimer, Abroller von Maver, Futterschleudern von Drennan. Sponsoring sieht in Deutschland anders aus….

Futter- und Köderkontrolle verliefen überall ohne Probleme. Die Kampfrichter schauten sich auch die Carryall-Taschen an. Man nimmt es wirklich sehr genau mit den Kontrollen. Lena hatte einen Fan-Club für mich organisiert. Einige neugierige Freunde wollten unbedingt sehen, wie ich mir hier anstelle und ob es mir gelingt tatsächlich Fische zu fangen.

Mit dem Signal zum Anfüttern hatte ich 9 feste Futterbälle mit wenigen Mückenlarven für den Polecup vorbereitet sowie 3 nur leicht angedrückte Futterballen für eine schnelle Lockwirkung der Standfische. So der Plan....

Mein Linker Nachbar Yuri Siptsov schoss mit der Schleuder bestimmt 20 Futterballen auf seine 25m Matchrutendistanz. Uiii- dachte ich - sollte wir nicht alle mit der Stange bevorzugt fischen? Weiß er mehr? Ich hatte keine Machtruten mitgenommen und auch nicht in deren Richtung geplant. Eine Schleuder zum mitführen hatte ich auch nicht. Yuri Siptsov fischte für die erste russ. Nationalmannschaft. Während ich noch auf das erste Abtauchen der Pose wartete, hatte mein linker Nachbar schon zwei mal seinen Unterfangkescher bemühen müssen. 300 Gramm Rotaugen auf der Matchrutendistanz - und ich schaue nur seinem Grinsen zu. Ich fange inzwischen die ersten fingerlange Barsche und kleine 10cm Plötzen, während meine Nachbarn große Rotaugen und einige Mini-Brassen mit der Matchrute rein kurbeln. die großen Fische stehen also draußen und wenn die Nachbarn weiter so füttern, werden die auch nicht mehr in Ufernähe kommen. Ich probiere etwas Wolke abzucuppen und ein wenig Bombix-Spray auf dem Futterballen aus. Kaum eine Reaktion darauf. Eher Zufallsfische. Ich probiere eine leichtere 1 Gramm Montage aus und verschiebe die Kettenbebleiung zu Gunsten eines langsameres Absinkverhalten. Bingo. Die Fische sind doch da. Stehen jedoch scheinbar 15-20cm über dem Grund. Mein linker Nachbar hat bestimmt schon 4-5 Kilo im Kescher, während meine bescheidenen Fänge mir das Gefühl geben durchgereicht zu werden. Wir angeln so ziemlich alle das gleiche Futter. Was kann man alles noch probieren? Kleinere Haken, dünnere Vorfächer, Lockstoff, Wolke, Mücken pur cuppen, aufliegend fischen, Köder bewegen. es gibt soviel zum ausprobieren. Doch das hier ist ein Wettkampf. Man muss selbst die beste Taktik in seinem Zeitfenster finden. Ich entschied mich entgegen der Trainingsergebnisse vom Vortag das Vorfach einige Zentimeter mit 3-4 großen Mücken aufzulegen und über den Angelplatz zu ziehen. Das brachte einige größere Barsche und größere Rotaugen, aber weniger Bisse.

Mein Frau Lena fragte den Kampfrichter hinter mir, wie es bei mir läuft. Sie war neugierig. Der erzählte ihr, das normalerweise Ausländer hier gar nichts fangen, weil die das Gewässer nicht kennen. Ich hingegen hätte wohl schon einiges im Kescher. - so wurde mir das übersetzt. Sie war stolz auf mich - aber ich wusste es besser. Sehr höflich vom Kampfrichter! Die Zeit bis zum Abpfiff verging viel zu schnell. Das Wiegen der Fische bestätigte meinen Verdacht - Allen anderen hatten größer und schwerere Fische und verstanden es diese zu selektieren, während ich wie ein Neuling froh war, überhaupt etwas zu fangen. Gewertet wurden alle Fische. 1900 Gramm hatte zusammengestoppelt. Nach dem Wiegen kamen die Fische wieder in den Setzkescher bis alle Fische im Sektor gewogen wurden und das Zeichen zum zurücksetzen kam.

Ich gebe mich mit einer 10 im Sektor geschlagen. Morgen ist auch noch ein Tag. Alle andere im Team waren unter den ersten 3 im Sektor. :(
Ich bekam nur Kopfschütteln als Antwort, als sie mich mit den Fingern nach meiner Platzierung fragten. Dennoch waren sie sehr höflich und ich wurde nicht für den nächsten Tag ausgetauscht.

Sonntag, 27. September 2014 - zweiter Tag des Wettkampfes.

Auch an diesem Morgen bewacht uns die Polizei uns schützt vor neugierigen Radfahren an der Strecke. Nur die Krankenschwester ist nicht zu sehen. Ich wollte von ihr unbedingt noch ein Bild machen, weil ich diese Vorsichtsmaßnahme so abgefahren fand.
Diesmal brauchte ich mein sportärztliche Gutachten bei der Registrierung der Teilnehmer nicht vorzeigen….besser gesagt, nach der Diskussion von Vortag wurde ich dann „durchgewunken“. Geht doch - lächelt ich in mich hinein. Inzwischen kennt mich hier fast jeder der Kampfrichter. Mein Angelsektor war diesmal etwas weiter entfernt.

Vom Vortag gab es aus diesem Bereich mehr Fisch. Die Strecke ist hier etwas breiter als am Vortag. Ich schätze sie auf gut 200m. Eine Strömung ist mit dem Auge fast nicht wahrnehmbar. Es gibt demnach keinen Grund die Futterrezeptur vom Vortag zu verändern. Ich stehe am Sektorenrand und warte auf das Signal zum Betreten der Sektors. Damit man die Nummer seines Angelplatzes besser erkennen kann, wurden die Nummern auf große Pappteller geschrieben, die viele sicherlich vom Camping her kennen. Eine tolle und vor allem preiswerte Variante!
Von nun an 1h Stunde bis zur Köder und Futterkontrolle und 2h bis zum Anführen. Mehr als genug Zeit meine doch sehr übersichtliche Angelausrüstung vorzubereiten.
Wie am Vortag musste ich auch hier den Angelbereich von Schilfresten und einigen Unterwasserpflanzen befreien. Auch hier sitzt man direkt auf der Steinmauer, wo das Wasser am Rand bereits ca. 70cm tief ist. Auch meine Nachbarn befreien ihren Angelplatz von Schilf und Wasserpflanzen. Nur warum muss der ganze Mist zu mir treiben und sich vor mir festsetzen? Ich rege mich das erste mal auf und schiebe den Batzen an schwimmenden Unkraut nach links heimlich weiter.

Meine Montage wähle ich zwischen 1-3 Gramm und pimpe die Antennen noch mit etwas Preston Bristle Grease auf, damit ich die Posen beim Gegenlicht besser sehen kann.

3 Gramm ist zwar völlig übertrieben, aber wenn es windig wird, kann ich den Köder statischer präsentieren. Ich entscheide mich wieder für eine feine Kettenmontage. Zielfisch sind das Rotauge. Bein ca. 12.60m finde ich ein abfallende Kante von 6-8cm. Ich grinse. Das passt ja perfekt, wenn ich die Rute mit Miniverlängerung fische. Gesagt getan. Dort werde ich mein Futterplatz aufbauen. Da noch reichlich Zeit ist, werde ich meine Montagen, Haken, Posen, Köder und Angelplatz mal auf die Kamera bannen, um ein paar Erinnerungen festzuhalten. Ich verwende dünndrahtige Owner Haken, da wir hier mir 1-2 Mücken am Haken angeln. Meine bevorzugte Vorfachlänge 15cm an 0.07mm fluorocarbonbeschichter-Schnur (Maver SLR). Meine Polenformen sind völlig unspektakulär. Sie sehen der Sensas Laetica sehr ähnlich. Sie haben dünne lichtdurchlässige Glasfiber Antenne und Stahlkiel für das klassische Kanalangeln in leichter Strömung. Meine Gummizugmontage ist unverändert zum Vortag. 1mm Sensas Silikongummi über 2 Teile montiert. Die Gewässertiefe schätze ich auf knapp 3m. Ein vierteiliges Kit recht völlig aus. Einige Posen hätte ich zu sensibel ausgebleit und konnte diese bei Gegenlicht kaum sehen. Mit Preston Bristle Grease - eine Art fettige Paste mit Flugfarbe . verleiht der Pose mehr Auftrieb und verbessert für gut eine Stunde die Sichtbarkeit.

Ich bereite das Futter fürs Cuppen vor. Es ist die gleiche Sensas Mischung wie vom Vortag. Sensas Gros Gardon, etwas Melasse und Bisquit zum Binden des Futters. Das Futter wurde erst am Morgen zubereitet, weil wir ein sehr aktives Rotaugenfutter brauchen.
Sensas trocknet noch etwas nach. Ein Nachfeuchten ist erforderlich. Kleine Mücken drücke ich nicht ins Futter. Ich zocke und nehme nur große, um die größeren Rotaugen und Barsche zu fangen. 12 kleine Ballen forme ich etwas würfelförmig vor, damit diese nicht wegrollen. 3 davon etwas lockerer gedrückt, um eine Sofortwirkung zu erzielen. Als Köder habe ich nur Mückenlarven und Caster. Maden und Pinkies sollen hier nicht so gut funktionieren. Ich kann’s kaum glauben und höre auf meinen Mentor.
Zur Startfütterung versenke ich die 12 kleinen Futterballen. Die Neoprenhandschuhe helfen wieder dabei, das Cuppingkit schneller und rückenfreier heraus zuschieben.

Die Montage setze ich mit einer einzelnen großen Mücke etwa einen halben Meter oberhalb des Futterplatz ein und kontrolliere durch leichtes Absenken der Rute den Fall des Köders. Kein Biss nach dem Einsetzen. ich lasse die Pose frei auf den Futterplatz zutreiben und stoppe die Drift kurz vor dem Futterplatz an. Der Köder treibt etwas auf. Ich lasse die Pose wieder laufen und ein erstes Grinsen durchzieht mein Gesicht. Jetzt nur nicht gleich anschlagen. 2-3 Sekunden warten und Anhieb. Der Gummi spannt sich und ich keschere meinen ersten Barsch. Meine Nachbar kurbeln mit der Machrute die ersten großen Rotaugen rein. Ich schaue grumlig rüber. Geht das jetzt wieder so los? Ich sollte ja keine Matchruten mitnehmen…
Ich fange die ersten kleinen Rotaugen von ca. 60-80 Gramm. Kleinvieh macht auch Mist. Ich erhöhe den Futterrhythmus beim Cuppen. Alle 5-8Minuten einen kleinen Ball. mal mit zerquetschten Castern, mal mit etwas Bombix besprüht, mal etwas grüne Wolke (Korda goo).
mal mit etwas mehr Mücken drin. Immer nach dem Motto, nicht satt füttern, aber beschäftigen. Es funktioniert. doch meine Nachbarn kurbeln größere Fische von Draußen rein. Der Wind nimmt zu und erschwert nun auch den Matchrutenanglern das Füttern und die Köderführung auf Distanz. Die Oberflächenströmung zieht einen Schnurbogen und zerrt deren Waggler, wie ein kleines Boot durchs Wasser. Sie fangen jetzt nichts mehr und hatten vor auf der 13m nicht wirklich mitgeführt. Sie müssen jetzt auf de Kopfrute zurückgreifen.

Der blöde Wind hat inzwischen sämtliches geschnittenes Schilf direkt vor mir angeschwemmt. Ich koche innerlich. Wie soll ich hier einen Fisch rausbekommen??

Ich wechsle inzwischen zur 3 Gramm-Montage, weil ich den Eindruck hatte, dass je ruhiger ich den Köder anbiete die Rotaugen etwas größer wurden. Ob 1,2 oder 3 Mücken am Haken waren spielte auch eine Rolle. Mit mehr Ködern konnte man leider nicht de Fische selektieren. Oftmals war eine einzelne Mücke am 18-er Owner "Sode" Haken erfolgreicher. Offenbar sieht''s natürlicher aus. Eine wichtige Bemerkung noch an dieser Stelle zu den Angelmücken. Die russischen Mücken sind wirklich sehr viel größer, als das was wir hier in Deutschland angeboten bekommen. Ich schaue hin und wieder auf die Ringe des Setzkeschers meines linken und rechten Nachbarns, um mögliche Änderungen des Wasserstandes wahrzunehmen. Diese Tücke sollte ich immer in Erinnerung haben!
mein Nachbarn kennen das Gewässer sehr viel besser. Sie fangen nun auch auf der 13m Bahn ihre Fische. Ich drücke nun noch mehr Mücken ins Futter und füttere Walnuss große Kugeln nach. Der Blick auf de Uhr zeigt, dass noch etwa 40 Minuten Angelzeit sind. Ich muss was ändern. Meine Fische sind zu klein, um mit den anderen mitzuhalten. Ich ändere die Bebleiung von Kette auf eine 2-Punkt Bebleiung ab. 2 Bleischrotte Größe 10 schiebe ich ganz nach unten und etwa 25-30cm darüber das Hauptblei. Die kleinen Bleischrote lege ich auf. Nun habe ich 3 Mücken am Haken und zocke auf kleine Brassen. Die Montage ziehe ich sehr vorsichtig gegen die Strömung und lasse sie wieder fallen. So fange ich die ersten größeren Barsche und endlich auch den ersten Mini-Brassen. Jetzt füttere ich mehr gequetschte Caster und große Mücken nach und schaffe es noch vor dem Abpfiff einen weiteren Brassen zu Keschern.

Keiner kippt nach dem Angeln die Futtereste ins Wasser! Sehr professionelles Umfeld! Ich bin überrascht und erinnere mich an die Gepflogenheiten internationaler Veranstaltungen, wo man dem Gewässer nicht noch mehr an Nitraten zuführt. Mein Respekt an die Russen.
Das Wiegekommando kommt. Der Kampfrichter notiert 3200 Gramm. Ich bin zufrieden. Der Fisch kam von rechts und ich hoffe heimlich, dass das Gewichtsgefälle so weiter geht…

Die Fische kommen nach dem Wiegen wieder zurück in den Setzkescher und wir warten auf die Freigabe des Kampfrichters zum zurücksetzen des Fangs. Lena zeigt mir mit den Fingern, dass ich eine 5 habe. Wow - ich strahle, als ob ich gewonnen hätte.
Nun einpacken, alles reinigen und auf zur Auswertung. Einige Schaulustige kommen mit Einkaufstüten auf mich zu und quatschen mich zu. Ich verstehe gar nichts und schicke sie weg. Dann sehe ich es beim Nachbarn. Sie hatten nach Futterresten gefragt. Es sind arme Angler, denen Anfütterungsmittel zu teuer sind! Nun renne ich mit meinem Eimer rüber und bekomme ein Lächeln geschenkt, als ich den Futtereimer den Tütenträgern zeige.
Ich grinse noch immer. Eine 5 von 15 im Sektor. Auch der Kampfrichter des Sektor zollt mir Respekt und sagt auf russisch anerkennt, dass Ausländer hier nie einen Stich sehen und das selbst er überrascht ist. Nun schwillt auch die Brust und der Gang wird aufrechter.
Boris und Andrej helfen mir meinen ganzens "Sperrmüll" zurückzuschleppen. Lena hatte uns mit Kaffee, Tee und Hühnchen versorgt. Zeit für eine Pause und weitere Fotos von meinen Helfern und Fans als kleines Dankeschön.

Während die Auswertung läuft gibts weitere gratis kleine Snacks und Kuchen für den kleinen Hunger. Ich komme nun mit zahlreichen Anglern ins Gespräch und wir tauschen Erfahrungen aus, wie der Angeltag lief und was man hätte besser machen können. Das Podium für die Siegerehrung wird vorbereitet. Ich staune noch immer über diese professionelle Organisation für gerade mal 20EUR Startgeld.

Eine Tröte kündigt mit einem krächzen nun die Auswertung an. Was nun passiert, werde ich mein Leben nicht vergessen. Etwa 60 Angler versammeln sich im gegenüber dem Podium. Etliche schaulustige Spaziergänger bleiben in zweiter Reihe ebenfalls stehen.
Wie von einem Magneten ausgerichtet entstehen kleine Reihen. Die Teams stehen nun in einer Schlange aufgereiht. Vorn steht der Team-Kapitän. Dahinter die Teammitglieder des jeweiligen Teams. Das sieht nun wie einer Olympiade auf, wenn die Mannschaften einmarschieren. Ich werde nach vorn geschoben und soll vorn stehen. Gänsehaut-Feeling. Das 1-te ALLVEGA Team (1-russische Nationalmannschaft) gewinnt mit einem deutlichem Vorsprung zum 2-ten Platz.

Sie reihen sich vorn auf , senken die Köpfe uns lassen sich das goldene Metall um den Hals hängen. Der 2-te Platz wird aufgerufen und die Platzziffern genannt. Ich verstehe mal wieder nichts bei dieser Geschwindigkeit.

Nun bekomme ich den nächsten Schubs von hinten. Wir sollen nach vorn. Ich begreife es noch immer nicht wirklich. Zweiter? Meine Freude ist unbeschreiblich.

Während am Vortag noch über meine Teilnahmebrechtigung wegen des Fehlens Sportarztgutachten diskutiert wurde, bin ich nun wieder im Gespräch. Die 2-te russische Nationalmannschaft wird Zweiter und ich durfte dort mitfischen! Da ist er wieder dieser Mann!...Der - der mit gerade die Medaille umhängt. Er hatte mir doch 2 Tage zuvor seine Rive-Fächer gratis zur Verfügung gestellt, damit ich vorteilhafter und höher sitzen konnte. Später erfahre ich, dass er der russische Rive-Repräsentant war. Er kennt mich also...

Es gab noch kleine Ehrengaben. ich war zwar nicht der beste Anngler, aber der exotischte Angler. Ein kleines Mückensieb wurde mir übereciht. Eine wirklich sehr nette Geste.



Ein spektakuläres Wochenende geht zu Ende. Ich kann''s irgend wie immer noch nicht so recht verarbeiten. Ich habe meine erste internationale Medaille erangelt.
Angeln in Russland ist ein Sport! Ein Sport der beinahe olympischen Charakter hat und auf hohem Niveau betrieben wird. Davon können wir uns hier echt eine Scheibe abschneiden. In Deutschland zerfetzen wir uns die Köpfe, müssen Fische töten, werden wegen Benutzung eines Setzkescher verklagt. Streiten um Mitgliedschaften in Angelverbänden, um Zuschüsse vom Spotbund zubekommen, wo wir doch einfach nur angeln gehen wollen... Ganz ehrlich... - da setze ich mich doch gleich wieder in den Flieger und kann in Ruhe meiner Leidenschaft nachgehen.

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Text und Bildmaterial: Maik Fiebig

Alle Eindrücke und und noch mehr Bilder von der Strecke: